Autogenes Training


Die größten Ereignisse, das sind nicht unsere lautesten,
sondern unsere stillsten Stunden.

Friedrich Wilhelm Nietzsche
Deutscher klassiker Philologe und Philosoph

Überblick:
Autogenes Training
und Entspannung


Das Ziel der Übungen ist eine Umschaltung des Körpers durch die Suggestion von Körpersignalen wie Wärme und Schwere. Diese Signale setzen einen parasympathischen Impuls im vegetativen Nervensystem, was eine körperliche und seelische Entspannungsperiode initiiert. Während dieser Entspannungsphase kann Spannung abgebaut werden. Mit der Zeit kann Autogenes Training Entspannung im Alltag ermöglichen.

Die Wirkung dieser Methode tritt durch Konditionierung ein, was Zeit und Übung benötigt. Nachdem Übende mit den Methoden Erfahrung gesammelt haben, können sie ihre Übungsperioden verkürzen und schlussendlich die Methode im Alltag integrieren.

Wie die Progressive Muskelentspannung, ist das Autogene Training leicht zu erlernen und kann ohne großen Aufwand praktiziert werden.

Wie bei der Betrachtung schöner Pflanzen treten Ruhe und Entspannung während Autogenen Trainings ein.

Wie funktioniert das
Autogene Training?


Die oben erwähnte Suggestion von Körpersignalen geschieht folgendermaßen: Kursleitende sprechen einen Satz oder eine Formel vor (zum Beispiel, „mein linker Arm ist schwer“), und Übende sprechen diesen Satz oder diese Formel in Gedanken in aller Ruhe nach. Diese Form von Suggestion mündet in eine Art Selbsthypnose, und sie erzeugt unterschiedliche Empfindungen in Körperteilen (im obigen Beispiel Schwere im linken Arm), und Teilnehmende erfahren Entspannung.

Wer Autogenes Training übt, kann nicht nicht entspannen. Dadurch fällt ein häufig auftretender und ironischer Stressfaktor der Stressprävention weg: Übende müssen sich nicht darum kümmern, ob sie die Übungen richtig machen, weil es kein „richtig“ oder „falsch“ bei dieser Methode gibt. Die entspannende Wirkung dieser Methode tritt ein, auch wenn Übende die Effekte in ihren Körperteilen nur leicht oder gar nicht spüren. Das Autogene Training gehört zu den am besten erforschten Entspannungsverfahren, und ihre automatischen Auswirkungen wurden durch Forschung bewiesen.

Nicht nur weil es wissenschaftlich fundiert ist und funktioniert, sondern auch, weil es leicht erlernbar ist, gehört Autogenes Training zu den meist eingesetzten Entspannungsverfahren.

Fantasiereisen zu malerischen oder sicheren Orten gehören auch zum Autogenen Training.

Wer kann
Autogenes Training
praktizieren? Und wie?


Grundsätzlich ist dieses Verfahren für die meisten Interessenten geeignet, es sei denn, dass kontraindizierte Erkrankungen oder Gesundheitszustände vorliegen. Wenn akute oder ungeklärte Krankheitssymptome vorliegen oder vermutet werden, sollten vor der Anwendung eines Entspannungsverfahrens immer ein/e Arzt/Ärztin oder Heilpraktiker/in befragt werden. Der Einsatz zu therapeutischen Zwecken ist ausschließlich durch Ärzte oder HeilpraktikerInnen vorzunehmen.

Geübt wird vorzugsweise in einer Liegeposition. Übende können allerdings auch sitzen. Wichtig ist, dass ohne „Beiwerk“ geübt wird, damit der Körper nicht konditioniert wird, „Entspannung“ mit einem gewissen Stimulus wie einer Klangschale zu verbinden. Im Falle einer derartigen Konditionierung, fällt die Entspannung deutlich schwieriger, wenn der betroffene Stimulus in einer Stresssituation fehlt.

Während einer Übung können bestimmte Körperempfindungen wie Magenknurren, Kribbeln oder Gähnen zutage kommen. Sie sind ganz normal und kein Grund zur Sorge.

Die Übung kann zu jeder Zeit unterbrochen werden.

Autogenes Training
und Stressmanage-
ment bei L.o.S.


Bei L.o.S. wird Autogenes Training vorbeugend zur Stressprävention und Stressbewältigung praktiziert. Das Ziel Autogenen Trainings bei L.o.S. ist es, Teilnehmenden zu ermöglichen, sich bei Bedarf in einen Entspannungszustand versetzen zu können. Jederzeit.